Die Weinberge

Mehr als 400 Hektar, die den Mitgliedern der Cantina Produttori Cormòns gehören. Der Anbau weißer Rebsorten setzt sich mit insgesamt etwa 335 Hektar Anbaufläche wie folgt zusammen:

Chardonnay 48.71.
Friulano 63.15.
Malvasia 9.84.
Moscato giallo 4.82.
Moscato rosa 1.54.
Picolit o.32.
Pinot bianco 24.23.
Pinot grigio 97.76.
Prosecco 9.43.
Ribolla gialla 14.16.
Riesling 0.79.
Sauvignon 49.64.
Traminer 5.18.
Verduzzo F. 6.25.

Auf 101 Hektar hingegen wachsen rote Rebsorten, mit folgender Verteilung:

Cabernet Franc 30.17.
Cabernet Sauvignon 7.41.
Franconia 1.00.
Merlot 42.07.
Pignolo 1.91.
Pinot nero 9.29.
Refosco 6.04.
Schioppettino 3.41.

Wetterstationen


Um zu verbessern, was die Erzeuger seit Jahren auf traditionelle Art und Weise angebaut haben, hat die Cantina Produttori Cormòns die Schädlingsbekämpfung mithilfe grundlegender Innovationen effizienter und effektiver gestaltet: ein Netzwerk aus acht peripherischen, mit Sensoren ausgestatteten Wetterstationen, die Temperaturdaten in der Luft und auf der Erde messen (Grad Celsius) sowie die relative Luftfeuchtigkeit (%), Niederschläge (mm), Blattbenetzung (in Minuten), Sonneneinstrahlung (in Kilokalorien pro cm2), Windgeschwindigkeit (Meter pro Sekunde) und Windrichtung erfassen. Die Daten werden in Echtzeit an eine einzige Zentrale im Weingut übermittelt, die diese verarbeitet und sie anhand eines Stundendurchschnitts speichert. Die gesammelten Wetterdaten bilden einen Wetterrückblick für das Studium der Areale mit unterschiedlichen Mikroklimas, damit die Mitglieder eine rationale Entscheidung bezüglich des Anbaus neuer Reben treffen können. Die Tageswerte hingegen dienen im Sommer dazu, den Verlauf von Infektionen mit falschem Mehltau zu verfolgen. Diese Krankheit stellt in unserer Gegend die schädlichste dar und ist am teuersten zu bekämpfen (Abwehrdienst in Echtzeit). Dies ist dank eines epidemiologischen Modells möglich, das der Regel der drei Zehner folgt (10 mm Regen, 10 °C Durchschnittstemperatur und 10 cm Knospenentwicklung der Reben). Wenn diese Bedingungen gleichzeitig auftreten, beginnt die Primärinfektion mit falschem Mehltau. Kurz vor Abschluss des Entwicklungszyklus aktiviert die Zentrale den Alarm, und der Techniker hinterlässt eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter, um die Winzer daran zu erinnern, mit der Behandlung zu beginnen. Auf diese Weise greifen die Mitglieder nur dann ein, wenn es tatsächlich notwendig ist, was zur Einsparung von Behandlungszyklen und zu einer geringeren Umweltbelastung führt.

Gesteuerter Pflanzenschutz

 

Seit 1980 ist sich die Cantina Produttori Cormòns der Probleme bei der Herstellung von Qualitätsweinen bewusst und kombiniert Tradition und Innovation. Um hochmodernen Weinbau mit dem Umweltschutz und der Gesundheit der Erzeuger und Verbraucher in Einklang zu bringen, hat die Winzergenossenschaft den Weinbau auf die neuesten integrierten Produktionsmethoden ausgerichtet, die auf einer leistungsfähigen technischen Assistenz basieren. Um zu verbessern, was die Winzer seit Jahren auf traditionelle Art und Weise getan haben, hat die Cantina Produttori Cormòns den Pflanzenschutz mithilfe einer gesteuerten und integrierten Schädlingsbekämpfung effizienter und effektiver gemacht. Der Einsatz eines Netzwerks von acht Wetterstationen an neuralgischen Punkten des Gebiets ermöglicht eine ständige Überwachung durch die Analyse des Mikroklimas, um den Verlauf von Krankheiten oder Infektionen der Weinberge im Auge zu behalten. Vor allem im Sommer wird der Infektionsverlauf von falschem Mehltau beobachtet, der in unserer Gegend die schädlichste Krankheit darstellt und dessen Bekämpfung am teuersten ist (Abwehrdienst in Echtzeit). Kurz vor Abschluss des Entwicklungszyklus aktiviert die Zentrale den Alarm, und der Techniker hinterlässt eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter (SAT), um die Winzer daran zu erinnern, mit der Behandlung zu beginnen. Auf diese Weise greifen die Mitglieder nur dann ein, wenn es tatsächlich notwendig ist, was zur Einsparung von Behandlungszyklen und zu einer geringeren Umweltbelastung führt. Kollektiver Einkauf und Verteilung der Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung der Krankheiten des Weinstocks: Die Genossenschaft übernimmt den Einkauf der am besten geeigneten und als für die Gesundheit und die Umwelt am ungefährlichsten eingestuften Substanzen, die dann unter den einzelnen Mitgliedern auf der Basis der Anbaufläche verteilt werden. Verbreitung von Kenntnissen über die wichtigsten Parasiten der Weinberge und deren Entwicklungszyklen: Durch die Schaffung und den Vertrieb eines Monatsberichts mit dem Titel “News Cantina Produttori Cormòns” werden die Mitglieder regelmäßig über die Aktivitäten der Genossenschaft informiert. Verwendung eines “Land-Logbuchs”: Eine echtes Tagebuch, das die Details der phänologischen Phasen und deren Kalenderperiode enthält. Außerdem können darin die verschiedenen Tätigkeiten in den Weinbergen aufgezeichnet werden. Regelmäßige technische Sitzungen: ein Instrument für den direkten Kontakt mit den Mitgliedern, um technische Neuigkeiten für den Weinbau weiterzugeben. So kommen in den Weinbergen die neusten Innovationen im Bereich Düngemittel, landwirtschaftlicher Techniken, Verarbeitung und andere notwendige Elemente zur Anwendung.

 

Weinbauzonen

 

Cormòns: Mehr als zweihundert Winzer begrüßen Sie im Herzen Europas, im äußersten Nordosten Italiens in der Region Friaul-Julisch Venetien, Heimat der edelsten Weinbaugebieten der Welt.

 

COLLIO

Der Collio ist ein kleiner halbmondförmiger, nach Süden ausgerichteter Gebietstreifen, der von Gorizia/Görz bis nach Dolegna verläuft und im Norden an Slowenien grenzt. Sein Mittelpunkt ist Cormòns, das als die Weinhauptstadt des Friaul bezeichnet wird.

Seit dem Mittelalter war dieses Gebiet für die herausragende Qualität seiner Weine bekannt, die auf den vornehmsten Tafeln Europas serviert wurden, von Wien bis Moskau, von London bis zum Vatikan. Und heutzutage werden die Collio-Weine in der ganzen Welt geschätzt.

Das Gelände des Collio DOC-Gebiets ist sanft gewellt und zeichnet sich durch den so genannten “Flysch di Cormòns” aus, der aus sich abwechselnden Sandstein- und Mergelschichten besteht, die reich an Kalzium, Kalium und Phosphor sind und den besten Humus für den Weinbau in Hügelgebieten darstellt. Der leicht zerbröselnde Flysch erfordert einen terrassenartigen Hügelanbau, der zum Merkmal der Landschaft des Collio geworden ist.

Die Durchschnittstemperatur der letzten zehn Jahre liegt bei 13,3 °C (17,8 °C von April bis Oktober), mit 1.317 mm Regen in 144 Tagen und 101.646 Kilokalorien Sonnenstrahlung pro cm2 für insgesamt 1.950 Stunden.

ISONZO

Das DOC-Gebiet ist nach dem blauesten Fluss Italiens benannt, dem Isonzo, der in den Julischen Alpen entspringt und ungestüm durch Schluchten und Klammen fließt. Bei Gorizia/Görz verlangsamt er sich und nährt die fruchtbare Isonzo-Ebene bis zum Meer bei Grado. Die Römer nannten ihn “Frigidus”, und an seinen Ufern gibt es jahrtausendealte Spuren des Weinbaus. Durch das Gebiet fließen auch die Wasserläufe Judrio, Torre und Versa: ein Land wunderbarer Weißweine, aber auch hochwertiger Rotweine.

Der Boden des Friuli Isonzo DOC-Gebiets ist unterschiedlich beschaffen: Die Gegend um Cormons und Gradisca im Norden besteht hauptsächlich aus Kalksteinböden, die reich an Mineralien sind, ideal für den Weinbau; ein anderer Gebietsstreifen, auf dem sich Auen und Hügelausläufer überschneiden, liegt nahe Cormons und ist Heimat von wunderbaren Weißweinen. Die Böden entlang der flachen Flussufer des Isonzo enthalten Kies und sind ideal für Weiß- und Rotweine.

Die Durchschnittstemperatur der letzten zehn Jahre variiert, je nach Gebiet, zwischen 13,1 °C und 13,6 °C (17,8 °C von April bis Oktober), bei 1.167,5 mm Regen in 136 Tagen und 97.790 Kilokalorien Sonnenstrahlung pro cm2 für insgesamt 1.864 Stunden.

COLLI ORIENTALI

Das Colli Orientali del Friuli DOC-Gebiet ist eine ausgedehnte Landzunge, die eine Hügellandschaft in der Provinz Udine umfasst und von Corno di Rosazzo bis nach Nimis reicht, ein Ort, der berühmt für seinen Verduzzo ist. Eine 2000 Jahre alte Tradition der Weinproduktion, deren Zentrum in Cividale liegt, einer wunderschönen, von den Römern gegründeten Stadt, die im Mittelalter Hauptstadt des langobardischen Herzogtums war.

Die Böden in den Colli Orientali del Friuli weisen den “Flysch von Cormons” auf, der durch wechselnde Schichten von Mergel und Sandstein geprägt ist. Marl (Ponca im Friaulischen) ist der beste Boden für Rebstöcke auf hügeligem Gelände und reich an Kalk, Pottasche und Phosphor.

Im Gebiet der Colli Orientali nimmt die Niederschlagsmenge zu, vor allem zwischen Cividale und Ramandolo. Die Zehn-Jahres-Durchschnittstemperatur beträgt 13,3 Grad Celsius, während die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge 1.393,2 mm in 163 Tagen erreicht. Die Sonneneinstrahlung entspricht 107.316 Kilokalorien pro Quadratzentimeter für insgesamt 2.058 Stunden Sonnenschein.